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Bildung und Kultur | 2006-02-14 13:47:11
UN untersuchen deutsches Bildungssystem: Von Bildungsland Nr. 1 kann keine Rede sein
UN untersuchen deutsches Bildungssystem: Von Bildungsland Nr. 1 kann keine Rede sein
UN untersuchen deutsches Bildungssystem: Von Bildungsland Nr. 1 kann keine Rede sein
'Wie hohl das Gerede der Kultusministerin vom vermeintlichen Bildungsland Nr. 1 ist, zeigt der heute beginnende Besuch eines UNO-Sonderberichterstatters für Bildung in Deutschland. Nach Botswana und Malawi lassen die Vereinten Nationen auch in Deutschland untersuchen, ob das Menschenrecht auf Bildung verwirklicht ist', sagt der bildungspolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mathias Wagner.
Der in Deutschland katastrophal enge Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft werfe für die UN die Frage nach der Verwirklichung des Rechts auf Bildung in Deutschland auf. Während andere OECD-Staaten sowohl aus volkswirtschaftlichen als auch aus sozialpolitischen Gründen darauf setzten, möglichst alle Schüler optimal zu fördern und die Gruppe der Leistungsschwachen klein zu halten, gelinge das in Deutschland kaum.
'Wir begrüßen die Initiative der Vereinten Nationen und verbinden damit die Hoffnung, dass die aktuelle Bildungsdiskussion bereichert wird. Gleichzeitig fordern wir Kultusministerin Wolff auf, die massiven Ungerechtigkeiten im hessischen wie im bundesdeutschen Schulsystem endlich zur Kenntnis nehmen. Wer mit Botswana und Malawi in einer Reihe steht, sollte besser nicht vom Bildungsland Nr. 1 reden, sondern endlich seine Hausaufgaben machen. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern haben ein Anrecht darauf.'
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